Kreislaufwirtschaft
Die Kreislaufwirtschaft beschreibt ein Wirtschaftsmodell, in dem Produkte und Materialien so lange wie möglich genutzt werden. Dies geschieht durch teilen, leasen, wiederverwenden, reparieren, aufbereiten und recyceln. Auf diese Weise sollen Abfälle vermieden, Ressourcen produktiv weiterverwendet und Wertschöpfung erzeugt werden. Ein nachhaltiges Wirtschaften im Sinne dieses Modells ist angesichts knapper werdender Rohstoffe notwendig. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Durch eine clevere Nutzung von Ressourcen können zudem der Energieverbrauch und CO2-Emissionen verringert werden. Die Kreislaufwirtschaft ersetzt die traditionelle, lineare „Wegwerfwirtschaft“.
BDI-Studie: Circular Economy ist Booster für die Wirtschaft
In einer umfassenden Studie haben der Bundesverband der Deutschen Industrie und die Boston Consulting Group die Kreislaufwirtschaft in Deutschland untersucht. Deren gesamtwirtschaftliches Potenzial ist beachtlich: Bis 2045 könnte sich die Bruttowertschöpfung der Circular Economy von aktuell 60 Milliarden auf 125 Milliarden Euro mehr als verdoppeln – und das innerhalb der bestehenden Wertschöpfungsstrukturen. Angesichts der wirtschaftlichen Stagnation der vergangenen Jahre sehen die Autoren enorme Wachstumschancen. Kommunen gelten dabei als zentrale Umsetzer.
IFAT Munich 2026: Was kommunale Entscheider jetzt wissen müssen
Die IFAT Munich 2026 zeigte, wie Kommunen diese Transformation bewältigen. Vom 4. bis 7. Mai präsentierten mehr als 3.200 Unternehmen aus über 60 Ländern auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien ihre Strategien und Innovationen für die Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft.
Kreislaufwirtschaft aktuell: Statusbericht 2026 veröffentlicht
Pünktlich zur IFAT veröffentlichte das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos den „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2026“. Der Bericht zeichnet ein umfassendes Bild der Kreislaufwirtschaft in Deutschland. Die nunmehr vierte Ausgabe zum Status quo zeigt: Die Branche leistet viel, steht jedoch wirtschaftlich unter Druck. Kommunen spielen insbesondere als Auftraggeber eine Schlüsselrolle: Durch eine konsequent grüne Beschaffung können sie zirkuläres Wirtschaften unterstützen.
Resiliente Kommunen auf der IFAT 2026
Kommunen stehen in diesem Jahr auf der IFAT Munich besonders im Fokus: Als zentrale Akteure der Transformation tragen sie wesentlich dazu bei, Kreislaufwirtschaft zu realisieren. Dazu gehört auch der Aufbau resilienter Strukturen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels oder zur Abwehr von Cyberangriffen. Beim „Tag der resilienten Kommunen“ erhalten sie zahlreiche Impulse und Praxisbeispiele. Perspektiven eröffnen auch neue Formen der Zusammenarbeit, wie sie am Stand des BDE diskutiert werden.
Wege zu einem effektiven Stoffstrommanagement in Kommunen
Circular Cities gewinnen in Kommunen zunehmend an Bedeutung: Durch gezielte Kreislaufwirtschaft lassen sich Ressourcen sichern, Wertschöpfung stärken und Kosten senken. Doch wie gelingt der Wandel in der Praxis?
Wärme aus Abfall: Wie Müllverbrennung zur Energieversorgung beiträgt
Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoffkraftwerke leisten in Deutschland als Fernwärmelieferanten einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung innerhalb der Wärmewende. Wie die Einbindung der Abfallverbrennung in die Fernwärmeversorgung gelingen kann, zeigen aktuelle Projekte in Kommunen wie Oberhausen und Zella-Mehlis.
KI-Lösungen für Kreislaufwirtschaft: Digital KI Summit diskutiert Potenziale
KI bietet kommunalen Entsorgungsunternehmen heute konkrete Anwendungen in drei Bereichen – Sortier- und Automatisierungstechnik, Logistik sowie Bürgerservices – wie der bvse Digital KI Summit am 4. März 2026 in Bonn mit 140 Fachleuten zeigte.
Verschläft Deutschland das Phosphorrecycling?
Ab 2029 müssen Betreiber größerer Kläranlagen Phosphor aus Klärschlamm zurückgewinnen – kleinere Anlagen haben bis 2032 Zeit. Festgelegt ist das in der Klärschlammverordnung (AbfKlärV). Was rechtlich klar ist, wirft in der Realität aber vielerorts noch Fragen auf. Gleichzeitig gibt es bereits erprobte Verfahren, die sich für eine großtechnische Umsetzung eignen.
Was müssen Städte und Gemeinden ab 2026 beachten?
Städte und Gemeinden müssen sich verstärkt um die Wärmeplanung kümmern, vielerorts findet ein Wechsel vom Gelben Sack zur Gelben Tonne statt und in einzelnen Bundesländern gibt es mehr Geld für Sozialausgaben und Investitionen. Wir geben einen Überblick darüber, was sich 2026 für Kommunen ändert.
Kommunale Sammlung von Alttextilien im Umbruch
Im Oktober ist die novellierte EU-Abfallrahmenrichtlinie in Kraft getreten. Sie bringt verschiedene Änderungen mit sich, wie die Pflicht zur Getrenntsammlung von Alttextilien, eine erweiterte Herstellerverantwortung und die damit verbundene Einrichtung von Systemen zu deren Steuerung. Das könnte auch die Rolle von Kommunen in der textilen Abfallsammlung verändern.
Für die Einwohner unserer Städte und Gemeinden veröffentlichen wir hier wertvolle Informationen zu nachhaltigem Leben und geben Tipps, die jeder im Alltag ganz einfach umsetzen kann.