Lexikon

Thermische Abfallbehandlung

Die thermische Abfallbehandlung ist laut Umweltbundesamt eine tragende Säule der Abfallentsorgung. Grundsätzlich wird dabei zwischen Mono- und Mitverbrennung unterschieden. In Deutschland gibt es zahlreiche Müllverbrennungsanlagen (MVA) und Ersatzbrennstoffkraftwerke (EBS-Kraftwerke). Diese sind der Mitverbrennung bzw. der Verbrennung gemischter Abfallströme zuzuordnen. Zement-, Kohle- und teilweise auch Industriekraftwerke sind weitere wichtige Anlagen für die Mitverbrennung. War die ursprüngliche Idee der thermischen Abfallbeseitigung im ausgehenden 19. Jahrhundert noch die Abfallreduktion und Hygienisierung der seuchengeplagten Städte, so spielen heute sowohl die sichere Entsorgung nicht verwertbarer Abfälle als auch die energetische Nutzung der enthaltenen Energie eine zentrale Rolle. Unter Einhaltung hoher Umweltstandards gewährleistet die thermische Abfallbehandlung die sichere Behandlung von Abfällen, die nicht mehr stofflich verwertet werden können.

Müllverbrennung als Teil der Kreislaufwirtschaft
Abfall Düsseldorf 1. Juli 2022

„Müllverbrennung ist Teil der Kreislaufwirtschaft“

Das Image der Abfallverbrennung ist nicht immer das beste. Statt Abfälle zu verbrennen, sollen diese ganz im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes recycelt oder bestenfalls ganz vermieden werden. Doch ohne die thermische Abfallbehandlung geht es auch nicht, findet Carsten Spohn, Geschäftsführer der ITAD (Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e. V.). Im Gespräch erklärt er, wo in der Kreislaufwirtschaft die Abfallverbrennung ihren Platz findet und wie das mit Zero Waste zusammengeht.

Energiegewinnung: Große Potenziale durch Kreislaufwirtschaft
Energie Bundesweit 1. Juni 2022

Energiegewinnung: Große Potenziale durch Kreislaufwirtschaft

Die Kreislaufwirtschaft eröffnet sinnvolle Möglichkeiten der Energiegewinnung, z. B. mittels Müllverbrennung und der Erzeugung von Biogas aus Bioabfällen.

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