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Energie 1. Juli 2022

So gelingt die private Energiewende

Angesichts der Klimakrise wird es immer notwendiger, Energie für Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen zu nutzen. Auch steigende Preise auf dem Energiemarkt machen eine Abkehr von den herkömmlichen fossilen Brennstoffen wie Kohle, Gas und Öl lukrativ, von der gerade auch Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren können. Denn beim selbst produzierten Strom fallen nur geringe Abgaben an, außerdem machen sich private Haushalte beim Thema Energie ein Stück weit unabhängig vom großen Netz.

Energiewende für Privathaushalte

Förderung des Bundes von privaten Solaranlagen

Die einfachste und derzeit kostengünstigste Möglichkeit der privaten Energieerzeugung ist dabei die auf dem Hausdach. Laut Statischem Bundesamt waren im März 2025 auf Dächern und Grundstücken rund 4,2 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von ingesamt etwa 98.300 Megawatt angebracht. Solarenergie liegt im Trend und dieser setzt sich weiter fort.

Private Haushalte können für die Anschaffung einer Solaranlage auf Fördermittel zurückgreifen, beispielsweise von der KfW. Der Bund unterstützt ebenfalls, indem er Steuerbefreiung bei PV-Investitionen, vergünstigte KfW-Kredite und eine gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährt. Zudem bieten einzelne Bundesländer oder Kommunen regionale Förderprogramme für ihre Bürgerinnen und Bürger.

Thermische Anlagen zur Wärmeversorgung

Gleiches gilt für thermische Anlagen: Der Anteil der Solar- und Geothermie an der Wärmeversorgung lag 2021 zwar lediglich bei 0,9 %, doch das Potential ist groß. Bei der Geothermie lässt sich über eine Wärmepumpe eine nahezu unerschöpfliche Energie nach oben transportieren und ins Heiz- und Warmwassersystem einspeisen. Zur Nutzung von Erdwärme werden im privaten Bereich Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder Spiralkollektoren eingesetzt, die je nachdem unterschiedlich tief in der Erde verankert sind. Bei der Solarthermie kommt die Wärme dann von oben: Solarkollektoren auf dem Dach sammeln die Strahlungswärme der Sonne und geben sie mit einem Speichermedium, wie beispielsweise Wasser, über ein Rohrsystem weiter. Auf diese Weise werden Gebäude beheizt und warmes Wasser bereitgestellt.

Mit einem Batteriespeicher können Erzeugung und Verbrauch von Strom und Wärme zeitlich voneinander entkoppelt werden. Hier gibt es zum einen den Heimspeicher, zum anderen können sich mehrere Haushalte einen teilen.

Bürokratie als Manko der Energiewende

Einziges Manko bei der privaten Energie- und ist – wie sehr oft – die Bürokratie. Denn jede Anlage muss vom zuständigen Netzbetreiber genehmigt werden und das kann je nach Gebiet dauern. Auch rechtliche Hürden können den Weg zur eigenen Anlage erschweren. Doch dranbleiben lohnt sich!

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