Sandbatterie
Eine Sandbatterie ist ein Wärmespeicher, der mit überschüssiger erneuerbarer Energie beladen wird. Dabei wird Sand oder ein anderes mineralisches Schüttgut auf hohe Temperaturen (bis etwa 600 °C) erhitzt und als thermische Energie gespeichert. Die gespeicherte Wärme kann bei Bedarf wieder genutzt werden, etwa für industrielle Prozesswärme oder für Wärmenetze. Entsprechende Anlagen werden bislang vor allem in Pilot- und Demonstrationsprojekten erprobt, beispielsweise in Finnland. Sandbatterien gelten als potenziell kostengünstige und langlebige Option zur Speicherung von Wärme aus erneuerbaren Energien, befinden sich jedoch noch in einer frühen Phase der Marktentwicklung. Kommunen können solche Hochtemperatur-Wärmespeicher perspektivisch in ihre Wärmeversorgung integrieren, etwa zur Nutzung von Überschussstrom oder Abwärme.
Energie aus Sandbatterien: Innovative Lösung zur saisonalen Wärmespeicherung
Sand als umweltfreundlicher Wärmespeicher – mit dieser einfachen, aber innovativen Alternative zur Stromspeicherung lassen sich große Mengen erneuerbarer Energie langfristig nutzen, und das zudem günstig und lokal. Was in Finnland bereits funktioniert, könnte auch in deutschen Kommunen die Wärmewende entscheidend voranbringen.
Finnland heizt mit Windenergie
Dass sich elektrischer Strom aus Wind gewinnen lässt, ist hinlänglich bekannt. Tatsächlich trägt Windenergie in Deutschland inzwischen bereits einen beträchtlichen Teil zur Stromerzeugung bei. Dass Wind durchaus auch zum Heizen taugt, stellt man nun in Finnland unter Beweis – mit Pioniergeist und dem mit Abstand größten Wärmespeicher, den die Welt je gesehen hat.