PFAS
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe industriell hergestellter Chemikalien mit wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften. Sie finden sich u. a. in Outdoorbekleidung, Beschichtungen, Löschschäumen oder Lebensmittelverpackungen. PFAS lassen sich extrem schwer abbauen und reichern sich in der Umwelt, in Lebensmitteln und in Organismen an. Aufgrund ihrer Persistenz (Dauerhaftigkeit) werden sie auch als Ewigkeitschemikalien bezeichnet. Überdies stehen die Chemikalien im Verdacht, schwere Gesundheitsschäden beim Menschen zu verursachen. Für Kommunen sind PFAS wegen möglicher Belastungen von Trinkwasser, Klärschlamm und Altlastenstandorten relevant. Monitoring, Vorsorge und Sanierung von PFAS-Belastungen sind technisch anspruchsvoll, kostenintensiv und erfordern eine frühzeitige strategische Planung.
Kommunalabwasserrichtlinie (KARL): Was Kommunen jetzt wissen und planen müssen
Die novellierte EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) stellt die Wasserwirtschaft vor eine große Aufgabe: Um der zunehmenden Belastung von Gewässern durch schädliche Spurenstoffe entgegenzuwirken, müssen Abwässer künftig noch besser gereinigt werden. Betreiber von Kläranlagen sind daher verpflichtet, eine vierte Reinigungsstufe einzuführen.
IFAT Munich 2026: Was kommunale Entscheider jetzt wissen müssen
Die IFAT Munich 2026 zeigte, wie Kommunen diese Transformation bewältigen. Vom 4. bis 7. Mai präsentierten mehr als 3.200 Unternehmen aus über 60 Ländern auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien ihre Strategien und Innovationen für die Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft.