Lexikon

Ökomodulation

Ökomodulation bezeichnet das Prinzip, Umweltaspekte gezielt in die Gestaltung von Abgaben und Gebühren einzubeziehen. Das bedeutet, dass Hersteller besonders umweltfreundlicher Produkte geringere Kosten tragen sollen als Hersteller weniger nachhaltiger Produkte. In der Praxis findet Ökomodulation insbesondere im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung Anwendung, etwa im Verpackungsbereich. Dort richten sich Lizenzentgelte zunehmend nach Kriterien wie Recyclingfähigkeit, Materialverbrauch oder Schadstofffreiheit. Ziel ist es, umweltfreundliches Design und nachhaltige Produktentscheidungen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu fördern. Für Kommunen kann Ökomodulation eine wichtige Rolle spielen, da sie langfristig zu geringeren Abfallmengen und sinkenden Entsorgungskosten beiträgt.