Lexikon

Flexibilitätsvermarktung

Flexibilitätsvermarktung beschreibt die gezielte Steuerung und Nutzung von Strom, insbesondere aus erneuerbaren Energiequellen. Betreiber von Anlagen passen dabei ihre Stromerzeugung und größere Verbraucher ihren Stromverbrauch an den aktuellen Bedarf im Netz an. Überschüssiger Strom kann gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist werden, wodurch Schwankungen ausgeglichen werden. Typische Anwendungsbeispiele sind Biogasanlagen, Batteriespeicher, industrielle Anlagen oder größere Wärmepumpen, die ihre Nutzung flexibel anpassen können. Einnahmen entstehen, wenn Strom zu Zeiten hoher Nachfrage oder hoher Preise eingespeist oder genutzt wird. Für Kommunen eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten: Eigene Energieanlagen oder Speicher können zusätzliche Einnahmen erzielen.