Einwohnerveredelung
Einwohnerveredelung ist ein Begriff aus dem kommunalen Finanzausgleich. Er beschreibt die rechnerische Höhergewichtung der Einwohnerinnen und Einwohner größerer Städte bei der Verteilung von Finanzmitteln. Die Idee dahinter: Je größer eine Kommune ist, desto umfangreicher und teurer sind meist ihre Aufgaben. Städte stellen häufig auch Leistungen für das Umland bereit, etwa in Schulen, Schwimmbädern oder im öffentlichen Nahverkehr. Um diesen zusätzlichen Aufwand zu berücksichtigen, zählen Einwohnerinnen und Einwohner größerer Städte im Finanzausgleich mehr als nur einfach. Die genauen Veredelungsstufen unterscheiden sich je nach Bundesland. Das Verfahren ist in der Fachdebatte umstritten, da auch kleinere Gemeinden feste Infrastrukturkosten tragen müssen.