Betreibermodell
Das Betreibermodell ist eine bestimmte Form der öffentlich-privaten Zusammenarbeit. Hier überträgt die Kommune den Betrieb einer technischen Anlage an ein externes privates Unternehmen. Typische Beispiele sind Photovoltaikanlagen, öffentlicher Personennahverkehr, Nahwärmenetze oder Ladeinfrastruktur. In vielen Fällen bleibt die Kommune Eigentümerin. Der Betreiber kann zusätzlich Planung, Bau, Wartung und Finanzierung der Anlage übernehmen, auch wenn er nicht der rechtliche Eigentümer ist. Im Betreibermodell führt die Kommune die Vertragsverhandlung, in der die Bedingungen für u. a. Betrieb, Qualitätssicherung und Vergütung festgelegt werden, verwaltet den laufenden Kooperationsvertrag und vertritt die Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Besonders sinnvoll ist das Modell, wenn vor Ort Fachwissen oder finanzielle Mittel fehlen. So lassen sich Klimaschutzprojekte professionell umsetzen, ohne kommunale Ressourcen zu überlasten.
Bioabfallvergärung 2.0: Biomethan bietet Potenziale für Kommunen
In Deutschland werden rund 54 Prozent des Bioabfalls in Vergärungsanlagen behandelt. Diese Entwicklung spiegelt einen wachsenden Trend zur energetischen Verwertung wider: Ein zunehmender Anteil der Bioabfälle wird nicht mehr ausschließlich kompostiert, sondern vergoren, wodurch neben Kompost auch Biogas entsteht.